Dritter der Kleinfeldmeisterschaft.

Bericht zum Finaltag am 30.04.2017 in Klagenfurt, Waidmannsdorf.
Zur Ausgangslage: Mit 8 Siege und nur zwei Niederlagen und dem daraus resultierenden ersten Tabellenplatz im Grunddurchgang war die Erwartungshaltung naturgemäß hoch. Man ging zwar am Papier als Favorit in das Finale, doch die Erfahrung aus dem letzten Jahr lehrte uns, gut vorbereitet zu sein und die Gegner auf keinen Fall zu unterschätzen. Von der Kampfbereitschaft und der Leistung sind alle vier Playoff-Mannschaften eng zusammen und daher wusste man, dass es sehr vom Einsatz, der Tagesverfassung und auch vom Glück abhängig sein wird, wo man sich am Ende des Tages wiederfinden wird.

Die Personalien: Wir konnten aus dem Vollen schöpfen, 13 Spieler nahmen auf der Bank Platz. Wieder mit dabei nach Verletzungspausen: Biedermann und Struger. Auch Ceesay und Matzan standen dem Team wieder zur Verfügung. Unser Rückhalt im Tor, wie immer Raphael Wigoutschnigg.

Auch der KAC Floorball, unser Halbfinalgegner, war mit einem tiefen Kader zugegen und so überraschte es wenig, dass dem Publikum gleich von der ersten Minute an ein schnelles, temporeiches Spiel geboten wurde. Das 1:0 im Powerplay durch Kruggel in der vierten Minute sorgte für die frühe Führung der Bandyts. Diese konnte zwar gute 12 Minuten gehalten, aber leider nicht ausgebaut werden. Der Hintermann der Rotjacken zeigte sich in ausgezeichneter Verfassung und so wurden zahlreiche Chancen spätestens auf der Torlinie zunichtegemacht. Nach individuellen Fehlern in der 16., 17. und 20. Minute mussten wir dann doch mit einem 1:3 in die Pause schnaufen. Der Start in die zweite Halbzeit gelang dann auch vollkommen anders als erwünscht. Mit einem schnellen Dreifachschlag des KAC (22′, 22′, 24′) bekam die Moral im Team einen ordentlichen Dämpfer. Es dauerte einige Zeit um sich zu sammeln und um vor dem Tor wieder gefährlich zu werden. Christoph Langer konnte in der 38. Minute den Goalie überwinden und den Abstand um ein Tor verkürzen. Da nun in zwei Minuten noch deren vier geschossen werden mussten wurde nun alles nach vorne geworfen. Die Löcher, die nun dadurch in unserer Verteidigung entstanden sind, nutze der Gegner aber geschickt und sorgte mit dem 7:2 (39′) bzw. dem 8:2 (40′) für klare Verhältnisse.

Finalträume ade. Nun hieß es Kräfte sammeln und den Kopf nicht hängen lassen. Man wollte sich unbedingt gegenüber dem letzten Jahr (4. Platz) verbessern und so musste jetzt ein Sieg her. Und so ging es gegen den EHC St. Veit, dem Verlierer der zweiten Halbfinalpartie, ins Spiel um Platz 3. Auch hier konnten wir wieder früh (Ceesay, 3‘) die Führung herstellen. Auch wenn man in dieser Partie mehr Spielanteil hatte, ging man zu oft als Verlierer aus den Zweikämpfen. So kam es dann auch zum Ausgleich in Minute 10. Diesmal zeigte man sich aber unbeeindruckt und behielt die Nerven. Undiszipliniertheiten der Herzogstädter häuften sich ab dem Ende des ersten Drittels und so konnten gleich zwei Powerplays verwertet werden (Langer 18‘, 22‘). Mit weiteren Toren von Mayer (19‘), Struger (31‘) und wiederum Langer (32‘ zum 6:3) konnte die Führung immer mit 2 bis 3 Toren verwaltet werden. Doch in der Crunchtime wurde es noch einmal spannend. Ein Powerplay brachte die St. Veiter auf 6:4 ran. Nun galt es, den Vorsprung über die Zeit zu bringen. Auch als sie 8 Sekunden vor Schluss ohne Tormann mit vier Feldspielern noch auf ein Tor rankamen konnte man es kaum fassen, als zur Schlusssirene der Ball erneut den Weg in unseren Kasten fand. Das hat gesessen. Nun galt es, noch einmal alles zu geben, das Momentum umzudrehen und die Overtime für sich zu entscheiden. Nach einer kurzen nervösen Abtastphase auf beiden Seiten fasste sich Christopher Langer ein Herz und zog wunderschön vors Tor und ab (42‘) und sorgte so mit seinem vierten Treffer für die Entscheidung in dieser hochdramatischen Begegnung. Die Bandyts sicherten sich den dritten Platz in der Kärntner Kleinfeldmeisterschaft!

Stimmen zur Saison

Thomas Kruggel (Betreuer): Nachdem wir aufgrund von soliden guten Leistungen über die ganze Saison den Grunddurchgang für uns entscheiden konnten, schwingt jetzt nach dem 3. Platz natürlich etwas Enttäuschung mit. Wir konnten aber am Finaltag unseren Offensiv-Output nicht steigern und zusätzlich schlichen sich ein paar individuelle Fehler in unsere Defensive ein. Unterm Strich bleibt trotzdem das Positive, dass wir uns im Endergebnis im Vergleich zur letzten Saison steigern konnten und für uns geht der Lernprozess sowieso weiter!

Sebastian Schuschnig (Kapitän): Es ist großartig zu sehen, wie im Verein von Jahr zu Jahr professioneller gearbeitet wird von Seiten der Coaches und der Vereinsführung. Deshalb ist es auch gelungen, so viele junge Spieler, von denen ich besonders begeistert bin, neben uns Opis in der Kampfmannschaft zu etablieren. Denke wir können stolz sein, was wir heuer erreicht haben und wissen aber zugleich auch, was wir nächste Saison erreichen wollen.

Line-Up vom 30.04.2017:
03 CEESAY Eliyas 1T
05 MATZAN Sebastian
12 DERMASTIA Michael 1A
14 MAYER Felix 1T/2A
15 LANGER Christopher 5T/1A/2PIM
16 STEINWENDER Maximilian
18 BIEDERMANN Armin 1A
19 STRUGER Florian 1T
27 GRABNER Roland
29 KRISTLER Matthias 2A
44 SCHUSCHNIG Sebastian (C)
60 KRUGGEL Thomas 1T/2A/2PIM
63 WIGOUTSCHNIGG Raphael (G)

Betreuer
KRUGGEL Thomas

(MD)