Die Sensation lag in der Luft

Die Ausgangsposition vor dem Finale der Kärntner Großfeldmeisterschaft war mehr als deutlich: mit dem Gesamtscore von nicht weniger als 18:2 aus den beiden Spielen des Grunddurchgangs ging der KAC Floorball als klarer Favorit in das Spiel um den begehrten Titel. Unbenannt-1
So lag vor dem Anpfiff zwar bereits in unserer Kabine eine gewisse Nervosität in der Luft, die aber dennoch eher einer gewissen Vorfreude glich, immerhin konnten wir befreit drauf los spielen und hatten rein gar nichts zu verlieren.

Die Taktik von Coach Wigoutschnigg übernahmen alle Spieler in Fleisch und Blut, wir konnten den KAC bereits weit in der eigenen Hälfte stören und erschwerten dem Stadtrivalen massiv den Spielaufbau. Durch einen schnell eingeleiteten Konter tauchte erstmals nach wenigen Minuten Kapitän Sebastian Schuschnig allein vor dem KAC Gehäuse auf. Offensichtlich vom Spielverlauf und der Chance selbst ein wenig überrascht, scheiterte er jedoch am – an diesem Abend grandios agierenden – KAC Schlussmann.
Trotzdem ließen wir uns nicht beirren und drängten dem Titelfavoriten weiter unser Spiel auf. Nach gut elf Minuten trug die harte Arbeit Früchte und Jürgen Filipic brachte uns mit einem Hammer aus der Distanz verdient in Führung.

Nach weiteren vergebenen Chancen gilt scheinbar auch im Floorball der Grundsatz: Tore, die man nicht schießt, bekommt man. Nach einer guten Viertelstunde mussten wir erstmals den Ball aus dem eigenen Netz holen, nachdem ein Schuss mehrmals abgefälscht wurde – ein nicht unverdienter, aber dennoch höchst glücklicher Ausgleich des Stadtrivalen.

Den zweiten Spielabschnitt konnten wir – nicht zuletzt durch eine erneut makellose Leistung von unserem Raphi Wigoutschnigg – weitestgehend offen gestalten und fanden erneut einige Einschussmöglichkeiten vor. Leider blieben auch diese ungenützt, als beispielsweise der KAC Goalie einen erneuten Schuss von Schuschnig mit dem Helm gerade noch an die Querlatte lenkte. Gegen Ende des zweiten Drittels schummelten sich einige unnötige Fouls auf unserer Seite in das Spiel und konnten wir uns durch die zahlreichen Freischläge für den Gegner nie ausreichend befreien. So kam es wie es kommen musste und der KAC ging kurz vor der zweiten Drittelpause erstmals in Führung.
Obwohl wir im Schlussabschnitt die Gegentore zum 1:3 und 1:4 hinnehmen mussten, ließen wir unter anderem durch Maxi Steinwender und Michael Dermastia erneut zu viele Chancen aus. An diesem Abend war es uns einfach nicht oft genug vergönnt, den starken KAC Torhüter zu bezwingen.

Die bis zum Ende des letzten Drittels nahezu fehlerfreie Schiedsrichterleistung bekam dann leider doch einige Kratzer, als einige übermotivierte Körpereinsätze nicht mit entsprechenden Strafen sanktioniert wurden. So kam es gegen Ende hin noch zu kleineren unwürdigen Scharmützeln, die wohl nicht zuletzt dem noch sehr jungen Alter einiger Spieler des KAC zuzuschreiben waren. Die dabei durch einen Doppelausschluss und eine zuvor ausgesprochene Strafe für Schuschnig resultierende Unterzahl brachte noch ein „short handed Goal“ für uns, als Matthias Kristler einen Pass von Michael Dermastia zum 2:4 Endstand verwertete.

Alles in allem haben wir eine sehr ansprechende Leistung geboten und wäre bestimmt noch viel mehr möglich gewesen, wenn uns eine Trainingsmöglichkeit auf dem Großfeld zur Verfügung stehen würde. Die Hoffnung stirbt zuletzt, dass uns diese ab Herbst von der Stadt ermöglicht wird.

Wir gratulieren dem KAC zum verdienten Meistertitel und freuen uns über die erste Medaille der Kampfmannschaft!

SCHLACHT-RUF!