Bandidas holen Bronze!

Am Sonntag den 30.4. hieß es am Finalspieltag noch einmal alles geben für unsere Bandidas Damen in Leoben. Die Devise vor dem Spiel war den Gegnerinnen noch einmal zu zeigen was in unserer Mannschaft steckt.

Doch im ersten Spiel gegen IBC Leoben waren unsere guten Vorsätze bereits nach 55 Sekunden verflogen als Anna Sternig das erste Mal hinter sich greifen musste. Anscheinend steckten die Autofahrt und die frühe Anreise unsren Mädels noch stark in den Beinen, denn bereits eine Minute später klingelte es schon wieder und es stand 2:0. Leoben spielte in der Anfangsphase nur auf ein Tor, drängte uns immer wieder tief in die eigene Hälfte, oder hebelte unsere Abwehr durch ein schnelles Flügelspiel komplett aus. Die logische Folge war das 3:0 nach 6:18 Minuten. Mühselig und zaghaft tasteten sich die Bandidas nach 7 Minuten durch Schüsse von Julia Bachmayer und Sandra Kulterer das erste Mal vors Tor, welche nur knapp über das Gehäuse der Leobner Torfrau gingen. Dies brachte wieder ein wenig Selbstvertrauen und Mut und die erste Linien konnte nach 9:17 Minuten glänzen als Julia Bachmayer nach herrlichem Zuspiel von Nadja Prawda einen Onetimer zum 3:1 verwertete. Man glaubte wieder kurz an sich, wirkte mutiger, doch man bekam die groben Stellungsfehler nicht aus dem Spiel heraus. Man merkte, dass diesmal unsere Linien nicht funktionierten wie sich das unser Coach vorstellte und so kam es wie es kommen musste. Am Ende stand ein 8:2 für den IBC Leoben zu Buche. Positiv zu erwähnen ist noch das zweite Tor unserer Bandidas durch Valentina Monego, welche die Leobner Torhüterin ausgefuchst ausspielte und den Ball Backhand ins Leere Tor schob.

Nach der Schlappe gegen Leoben wurden die Linien gegen den VSV umgestellt, eine andere Taktik gegen den Tabellenführer aus Villach musste her. Und siehe da – die Umstellungen unseres Trainerteams dürften gewirkt haben. Denn vorweg gesagt dieses Spiel war mit Abstand unser bestes Saisonspiel.
Mit dem Bullygewinn starteten unsere Mädels heiß und feurig in das Spiel, liefen sich die Lunge aus dem Leib und blockten die Schüsse des VSV. Die Mädels setzten die Taktik perfekt um, Villach so wenig wie möglich zum Spielen kommen zu lassen und die Schüsse von den gefährlichen Flügelspielerinnen zu vermeiden. Wenn ein Schuss durchging war unsere Torhüterin Anna Sternig zur Stelle. Der andere Achtungserfolg war, dass man sich offensiv mehr traute. Man kam mehrmals gefährlich vors Tor und bot vereinzelt gefährliche Schüsse aus der Distanz. Die Zuschauer auf den Rängen unterstützen unser Team lautstark. Die Stimmung von den Tribünen brachte weiteres Feuer und Kampfgeist in unsere Mannschaft, welche verbissen versuchte das 0:0 in die Halbzeitpause zu retten. Doch zu früh gefreut. Der VSV konnte durch einen satten Schuss unter die rechte Kreuzecke das erste mal die Hände in die Luft heben und zum Jubel ansetzen. Mit diesem 1:0 ging es dann in die Halbzeitpause, wo das gesamte Trainerteam und unsere Mädels das erste Mal am heutigen Tag zufrieden waren – ganz im Gegenteil. Beflügelt von der ersten Hälfte gehörten uns die ersten zwei gefährlichen Szene im Spiel, als Julia Bachmayer zweimal hintereinander die Villacher Torhüterin testete, jedoch in ihr ihren Meister fand. Danach agierte aber quasi nur mehr Villach. Die kräftezehrende Defensivarbeit verlangte unseren Mädels viel ab und so erhöhte Villach den Spielstand in der 28-ten Minute auf 2:0 und in der 30-ten Minute zum 3:0 Entstand. Nichts desto trotz es war ein unglaublich gutes Spiel, das bei allen einen sehr guten Eindruck von unseren Mädels hinterließ.

Gleich im Anschluss nach dem Spiel stand für uns das wichtigste Spiel am Tag auf dem Programm. Das Abschlussderby gegen die Damenmannschaft von FBV/KAC. Entgegen den Erwartungen merkte man schnell, dass das Spiel gegen den VSV unseren Damen schwer in den Beinen lag und man sich die ersten Minuten über das Spielfeld schleppte und es wieder zu Unkonzentriertheit und Fehlern im Stellungsspiel kam. So gehörten die ersten Minuten den Damen von FBV/KAC, welche unsere Unachtsamkeit nach 5:42 durch Elena Smirnova ausnutzten und verdient mit 1:0 in Führung gingen. Zaghaft fanden unsere Mädels wieder ins Spiel, auch weil man nicht mehr auf drei volle Linien zurückgreifen konnte, da sich Sandra Kulterer in der Schlussphase gegen den VSV an der Hand verletzte. Nach dem Tor passierte nicht mehr viel. Es kam zwar zu Aktionen auf beiden Seiten, jedoch ohne Gefahr für beide Torhüterinnen. Nach der Halbzeitpause fand man endlich ins Spiel. Erste Kombinationen wurden aufs Parkett gebracht und die wiederräum stark spielende Gästetorhüterin wurde mehrmals nacheinander geprüft – jedoch ohne Torerfolg. Und so waren es wieder die Gäste welche durch gefährliche Schüsse dem 2:0 näher rückten und entweder an unseren starken Blocks oder an unserer Torhüterin scheiterten. Entgegen der Druckphase der Gäste, kam es dann zum viel umjubelten Ausgleich durch unsere Topscorerin Julia Bachmayer, welche mit einem satten Schuss die Gästetorhüterin überwinden konnte. Nach diesem Ausgleich war auf beiden Seiten nicht mehr viel los. Beide waren mit ihren Kräften am Ende und so endete das letzte Derby der Offenen Kärntner Damenmeisterschaft schiedlich mit einem 1:1 Unentschieden.

Stolz blicken wir dennoch auf eine super Saison zurück, welche mit der BRONZE Medaille abgerundet wurde. Da unsere U13 Mädels einen Tag zuvor das erste Mal in der noch jungen Vereinsgeschichte Staatsmeisterinnen wurden, können wir in eine gute Zukunft unserer Damen blicken!

Coach Matzan: „Das was unsere Mädels geleistet haben war Spitze. Für viele war es die erste Floorballsaison überhaupt und man sah deutlich den Fortschritt von den ersten Trainings zum jetzigen Zeitpunkt. Die Mädels gaben beim Training immer alles und haben uns auch abseits von Trainings an Spieltagen der Herren und Kids immer tatkräftig unterstützt. Lobend hervorzuheben sind unsere zwei Jungspunde Anna Angermann und Julia Bachmayer (12 und 13 Jahre alt), welche vereinsinterne Topscorerinnen wurden. Ich blicke schon aufgeregt in die neue Saison!
(AM)